Rasenpflegeprogramm im September Drucken E-Mail
Praktisches - Rasen / Gehölze / Bäume
Geschrieben von: Simone Caneppele   
Donnerstag, den 20. August 2009 um 10:07 Uhr
Die heissen Sommertage haben dem Rasen viel abverlangt. Das Wachstum hat sich verlangsamt und teilweise wuchert wieder das Unkraut. Es kann auch vorkommen, dass Sie rötlich/braune Flecken in Ihrem Rasen festgestellt haben. Sollte Ihr Rasen nur Braun sein, rührt dies entweder von keiner oder unsachgemässer Wässerung (wässern bei brütender Mittagshitze). September ist der Monat, wo Sie wieder an Ihrem englischen Rasen feilen können.

Die wichtigste Kur ist die Herbstdüngung im September (Oktober geht auch noch). Im Handel sind spezielle Herbstdünger erhätlich wie zum Beispiel Ultimo NK Royal (Herbstrasendünger) von der Eric Schweizer AG oder den Herbstdünger von Hauert. Bei Hauert gibt es auch einen Bio-Rasendünger aus der Biorga Serie, welcher besonders geeignet für Haustiere und Kinder sein soll. Die Inhaltsstoffe sind abgestimmt auf eine optimale Versorgung des Rasens bis in den nächsten Frühling. Das Wurzelsystem und die Pflanzenstruktur des Rasens muss nun gestärkt werden, damit er mit möglichst wenig Frostschäden und Pilzkrankheiten durch den Winter kommt.  

Wer im Frühling noch nicht vertikutiert hat, hat nun im September/Oktober noch eine Chance, sofern es nötig sein sollte. Mit dem Vertikutieren entfernen Sie den Rasenfilz und das Moos. Somit kann die Luft wieder zirkulieren und die Wasser- und Düngeraufnahme geschieht wieder ungehindert. Der Rasen atmet und die Nährstoffe und das Wasser dringen besser zu den Wurzeln vor. Ca. 2 Wochen vor dem Vertikutieren bringen Sie den Dünger aus.

Achten Sie beim Vertikutieren darauf, dass der Boden nicht aufgeschlitzt wird. Die Messer sollten den Boden nur leicht berühren. Zu tiefes Vertikutieren schädigt die Rasenwurzeln und das Gerät verschleisst enorm. Im Idealfall ist der Boden und der Rasen trocken wenn Sie vertikutieren. Der "Abfall" muss vom Rasen entfernt werden. Unterjähriger Rasen darf noch nicht vertikutiert werden!

Sie können nun auch wieder dem keimenden Unkraut zu Leibe rücken. Mehr Details dazu finden Sie im thegardener.ch Artikel "Lästiges Unkraut im Rasen".

Falls Sie kleinere Lücken im Rasen haben, ist nun auch der optimale Zeitpunkt, um nachzusäen. Lockern Sie den Boden etwas auf und geben Sie ein wenig frischen Humus oder Rasen-Tardit dazu. Nun wird die Erde wieder festgedrückt und danach können Sie die Rasensamen ausbringen. Die Samen werden mit einer Walze oder eine Schaufel angedrückt. Die Nachsaatstelle muss nun feucht gehalten werden, bis die Gräser zwischen 3 bis 5 cm hoch sind.

Bei den rot/braunen runden Stellen im Rasen handelt es sich ziemlich sicher um die sogenannte Rotfadenkrankheit. Schauen Sie es sich mal genauer an. Haben Sie rote Fäden an den Grasspritzen und/oder womöglich eine gallertartige Masse die an den Gräsern klebt. Dann ist es eindeutig diese Pilzerkrankung.

Was können Sie tun? Also entweder Geduld haben, da der Befall bei trocknerem Wetter wieder zurück geht oder ein Fungizid einsetzen. Ein geeignetes Produkt, Fusatox R-Fluid, bietet die Firma Schweizer an. Das Fungizid wurde vom thegardener.ch Team getestet. Wir plädieren auf Geduld. Dies ist günstiger und bringt etwa gleich viel. Sollte der Befall extrem stark sein, empfehlen wir allerdings trotzdem, das Mittel einzusetzen.

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