| Kartoffeln – Shetland Black, traditionelle Sorte von den Shetland Inseln |
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| Praktisches - Nutzgarten | ||||
| Geschrieben von: Rebsie Fairholm | ||||
| Dienstag, den 22. September 2009 um 11:30 Uhr | ||||
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Haben Sie jemals versucht nach vergrabenem Schafskot in einem Haufen Erde zu suchen? Nein? Das dachte ich mir. Auf alle Fälle werden Sie eine Idee davon bekommen wie sich das anfühlt wenn Sie "Shetland Black"-Kartoffeln anbauen. Weil wenn es Zeit ist die Knollen zu ernten Sie feststellen werden, dass diese eine gewisse Ähnlichkeit damit haben. Die Knollen sind unglücklicherweise so gut im Erdreich getarnt, dass es eine ziemlich mühselige Arbeit sein kann sie zu ernten. Es ist sehr leicht mit der Erntegabel durch sie hindurchzustechen ohne die Knollen überhaupt zu sehen bis es zu spät ist.
Der Ernteertrag der "Shetland Black" ist nicht übermässig aber für eine alte, traditionelle Kartoffel über dem Durchschnitt. Die Knollen sind ebenfalls kleiner als bei den modernen Kartoffeln und von der Form her etwas unberechenbar. Wenn Sie die Knolle aufschneiden hat das Fleisch eine blasse sahnig-gelbe Farbe mit einem Ring von Violett. Der purpurne Ring ist bei den einen Knollen deutlicher zu sehen als bei anderen. Das sieht roh schön aus aber traurigerweise überleben die Farben den Kochprozess nicht. Das Violett, sowohl im Ring als auch in der Haut, werden beim Kochen zu einem trüben grau-braun. Es gibt auch Knollen mit leicht schwarzem Fleisch welche von ein paar Leuten dann auf die Seite gelegt werden obwohl diese Schwarzfärbung auf die Qualität und den Geschmack keinerlei Einfluss hat. Eine solche Färbung ist bei alten Kartoffel-Sorten ziemlich häufig aber wir sind uns nicht mehr daran gewöhnt weil die Supermärkte sich darauf konzentriert haben Sorten zu verkaufen die fehlerlos Weiss sind und auch beim Kochen so bleiben. Es gibt verschiedene Arten die "Shetland Blacks" zu kochen. Die Kartoffeln haben ein trockenes Fleisch und sind sehr mehlig. Sie können die Kartoffeln sieden wenn es ihnen nichts ausmacht, dass das Ergebnis ein bisschen grau und trübe aussieht und sich möglicherweise auch ein bisschen auflöst. Mein Ehemann (der das Abendessen am Sonntag macht) empfiehlt sie nicht mehr als 15 Minuten zu sieden. Die "Shetland Blacks" zu backen oder zu braten ist viel besser und dies ergibt besonders hübsche Röstkartoffeln. Ich sollte noch darauf hinweisen, dass ich Kartoffeln niemals schäle und so nicht dafür bürgen kann, wie das Resultat aussieht wenn die Kartoffeln ohne Haut gekocht oder gebraten werden. Dank der Trockenheit des Fleisches können sie die Kartoffeln allenfalls auch mit Brühe oder Sosse essen. Die "Shetland Blacks" haben eine ausserordentlich dicke Haut. Dies ist eine häufige Eigenschaft bei älteren Kartoffelsorten aber die "Shetland Black" hat eine noch dickere Haut und gibt einem ein bisschen zu kauen.Der Geschmack ist wirklich fein mit dem typischen erdigen Geschmack alter Sorten aber nicht ganz so stark. Das Aroma ist gut aber eher mild. Dies ist aber bei einer Zubereitung in geschmacks-absorbierenden Sossen oder Brühen sehr praktisch. Insgesamt ist die "Shetland Black" perfekt wenn sie eine altmodische Kartoffel mit einer Fülle von Substanz wollen. Sie ist nicht so gut geeignet wenn sie eine Kartoffel suchen die ihren Salat ziert. Die "Shetland Black" ist hart, robust, exzentrisch und nicht übermässig vielseitig aber wenn ihnen diese kleinen Marotten nichts ausmachen wird ihnen der eigene Charakter dieser Knolle schmecken. Ich mag die Kartoffeln so gut, dass ich sie weiter anpflanzen werde. Die Knolle ist so kräftig und robust wie der Wollpullover eines Fischers und ist genau das, was sie von einer Kartoffel erwarten die aus den schönen und windzersauten Shetland Inseln hoch im norden von Schottland kommen. Copyright Text & Bilder: Rebsie Fairholm, www.daughterofthesoil.com Besuchen Sie den Gartenshop von thegardener.ch:
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Aber sobald sie alle Knollen gefunden und diese von der Erde befreit haben, sehen sie sehr schön aus. Das heftige Violett, dass sie in nebenstehendem Foto sehen ist nur kurz nach der Ernte sichtbar bevor sie sich im Reifeprozess schwarz-purpuren verfärben. Oder etwas genauer: eine purpurne Glut schimmert unter der braunschwarzen Aussenhaut. Die Knollen der "Shetland Black" sind eine raue Schönheit und die Häute sind mit blassen braunen "Sommersprossen" übersät wovon einige so gross wie Korken sind. Trotzdem sehen sie sehr attraktiv aus.
Wenn es Zeit ist die Kartoffeln zu pflanzen sehen diese ziemlich "fetzig" aus weil ihre Sprossen mit ihrer düsenschwarzen Färbung sehr ungewöhnlich aussehen. Sobald sie gepflanzt sind und das Laubwerk anfängt sich zu entwickeln sehen die "Shetland Black" abgesehen von der etwas dunklen Färbung der Stämme kartoffelartiger aus. Die Blüten sind malvenfarbig und weiss wobei diese Kartoffelart beim blühen zur Zurückhaltung neigt und nur Blüten austreibt wenn ihr danach ist.
Es gibt verschiedene Arten die "Shetland Blacks" zu kochen. Die Kartoffeln haben ein trockenes Fleisch und sind sehr mehlig. Sie können die Kartoffeln sieden wenn es ihnen nichts ausmacht, dass das Ergebnis ein bisschen grau und trübe aussieht und sich möglicherweise auch ein bisschen auflöst. Mein Ehemann (der das Abendessen am Sonntag macht) empfiehlt sie nicht mehr als 15 Minuten zu sieden. Die "Shetland Blacks" zu backen oder zu braten ist viel besser und dies ergibt besonders hübsche Röstkartoffeln. Ich sollte noch darauf hinweisen, dass ich Kartoffeln niemals schäle und so nicht dafür bürgen kann, wie das Resultat aussieht wenn die Kartoffeln ohne Haut gekocht oder gebraten werden. Dank der Trockenheit des Fleisches können sie die Kartoffeln allenfalls auch mit Brühe oder Sosse essen. Die "Shetland Blacks" haben eine ausserordentlich dicke Haut. Dies ist eine häufige Eigenschaft bei älteren Kartoffelsorten aber die "Shetland Black" hat eine noch dickere Haut und gibt einem ein bisschen zu kauen.


