Englischer Landschaftsgarten Drucken E-Mail
Gartenwissen - Gartenstile & Historie
Donnerstag, den 29. Januar 2009 um 15:41 Uhr

Bath Gardens / © Infilms, wikipedia.deDer Englische Landschaftsgarten auch Englischer Landschaftspark, kurz Englischer Garten oder Englischer Park, ist ein Landschaftsgarten, dessen Form und Stil sich in England im 18. Jahrhundert entwickelte. Innerhalb der Geschichte der Gartenkunst entstand er als bewusster Kontrast zum bisher dominierenden Barockpark, der die Natur in geometrisch exakte Formen zwang.

Im klassichen Englischen Landschaftsgarten sind kaum blühende Pflanzen zu finden. Dies als krasser Gegensatz zum französisch geprägten Barockgarten mit den großen geometrisch angelegten Blumenbeeten (Parterres). Der Englische Garten wurde bewusst der freien Natur nachempfunden, in welchem der Betrachter sich wie in einem begehbaren Gemälde fühlen sollte. Der Garten wurde durch sogenannten Ha-Ha, unsichtbaren Gräben bzw. versenkten Mauern, von der Umgebung abgetrennt. Somit wurden der Garten mit der übrigen Landschaft verschmolzen. Im Englischen Garten gab es sich durch die Landschaft schlängelnde Wege und Flüsse zwischen Reihen aus passenden Bäumen und kleineren Wäldern. Auch natürlich aussehende Teiche und Seen gehörten dazu und natürlich die weiten Rasenflächen. Als Blickfang am Horizont wurden antike Tempel, künstliche Ruinen, Grotten und Eremitagen (Einsiedeleien) in den Garten integriert.

Als größter Landschaftspark Europas gilt die ca. 200 km² umfassende Kulturlandschaft um Lednice (dt.: Eisgrub) und Valtice in Südmähren (Tschechien), die heute zum „UNESCO-Weltkulturerbe” gehören.

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