Blühen die Forsythien schon - Rosenschnitt Drucken E-Mail
Praktisches - Blumen / Rosen
Geschrieben von: Simone Caneppele   
Montag, den 15. März 2010 um 20:22 Uhr
Kletterrose / © thegardener.chBlühen die Forsythien schon in Ihrer Region? Dann ist es Zeit für den Rosenschnitt. Die Faustregel ist wohl jedem Rosenfreund bekannt. Nehmen Sie die Frühjahrpflege für Rosen aber frühestens Ende März vor. Bei allen Rosensorten werden zuerst mal überalterte (mehr als fünfjährige Triebe) und kranke Triebe herausgeschnitten. Dürres Holz wird gänzlich entfernt. Generell sollten Sie darauf achten, dass Sie den Schnitt ca. 5 mm oberhalb eines nach aussengerichteten Auges vornehmen. Dieser sollte leicht schräg nach unten verlaufen, so kann Nässe gut vom Auge weglaufen. Schwache und Wildtriebe entfernen Sie gänzlich.

Beet-, Busch, Edel- und Zwergrosen können Sie bedenkenlos auf 20-30 cm pro Trieb einkürzen. Dies entspricht etwa 3-5 Augen. Scheint Ihnen dieser Rückschnitt radikal? Machen Sie sich keine Sorgen, die Rose wird es Ihnen mit kräftigem Wuchs und vielen Blüten danken.

Öfterblühende Strauchrosen können Sie entweder etwas auslichten oder alle Triebe auf 1/3 bis 1/2 einkürzen. Entscheiden Sie sich für Zweiteres, halten sie den Busch recht kompakt aber steigern dafür die Blütenfülle. Bei einmalblühenden Sorten reicht etwas auslichten, da diese am mehrjährigen Holz blühen. Überflüssige, alte und kahle Äste entfernen Sie ganz. Somit wird die Pflanze laufend verjüngt, ohne die natürlich Wuchsform zu beeinflussen.

Bei mehrmalsblühenden Kletterrosen entfernen sie überalterte Triebe komplett und kürzen jüngere Seitentriebe auf vier bis fünf Augen ein. Entfernen Sie nicht mehr als ein bis zwei Haupttriebe pro Jahr. Einmalblühende Kletterrosen werden im Sommer nach der Blüte geschnitten. Schneiden Sie alle Triebe ab, die Blüten getragen haben.

Am einfachsten ist der Schnitt wohl bei Boden- und flächendeckenden Rosen auch als Kleinstrauchrosen bekannt. Ab dem zweiten bis dritten Jahr werden alte, überzählige und stark aufrechtwachsende Triebe direkt an der Basis entfernt. Die restlichen Triebe können Sie etwas einkürzen.

Bei Stammrosen kürzen Sie die Triebe auf etwas 1/3 bis maximal 1/2 ein.

Wenn Sie sich im Grossen und Ganzen an die oben Beschriebenen Schnittangaben halten, kann eigentlich nicht viel schief gehen.

Direkt nach dem Schnitt bringen Sie die Düngung aus. Sollten Sie zusätzlich mit Mist düngen, benötigen Sie nur die Hälfte des Rosendüngers. Achten Sie auf die Angaben auf der Rosendüngerpackung. Übrigens, der Mist stinkt nach 3 - 4 Tagen nicht mehr und es ist wirklich lohnenswert. Rund um die Rosen graben Sie den Boden etwas um und bringen somit auch gleich den Dünger in die Erde. Präventiv spritzen wir auch gleich mal gegen potentielle Krankheiten etwas "Gift". Am Besten ist hier das "Belrose"-Winterspritzmittel von Hauert. So steht einem kräftigem Wuchs nichts mehr im Wege!