Rosen - letzte Arbeiten vor dem Winter Drucken E-Mail
Praktisches - Blumen / Rosen
Geschrieben von: Simone Caneppele   
Sonntag, den 04. Oktober 2009 um 10:10 Uhr
Rose mit orangefarbener Blüte / (c) thegardener.chWohl zum letzten Mal für dieses Jahr zeigen die Rosen noch Ihre ganze Pracht. Geniessen wir es. Denn sobald die letzten Blütenblätter gefallen sind, ist es Zeit für die Winterpflege. Viel zu tun gibt es nicht. Denn offene Schnittstellen bieten auch Angriffsfläche für Krankheiten und Frost. Alles Verblühte wird jetzt noch laufend abgeschnitten. Bei einigen Wildrosen können Sie die Hagenbutten aber auch stehen lassen. Sie machen sich sehr apart mit Rauhreif überzogen.

Vom Schnitt her wars denn das auch schon für die meisten Rosentypen. Einzig die Bodendeckerrosen oder auch Beetrosen genannt, welche höher als 60 cm sind, werden bis auf Kniehöhe (ca. 40 bis 50 cm) runtergeschnitten.

Nun im Oktober ist auch der optimale Zeitpunkt, den Rosen eine Gabe Herbstdünger zu verabreichen. Der spezielle Herbstdünger von Hauert stärkt das Wurzelsystem und die neueren Triebe verholzen schneller. Arbeiten Sie den Dünger oberflächlich in den Boden ein und wenn es nicht bald regnet, giessen Sie die Rosen ausgiebig (mindestens 10 Liter pro Pflanze). Die letzten Wochen waren ziemlich trocken.

Haben Ihre Rosen etwas gekränkelt dieses Jahr (oder wie jedes Jahr)? In dem Fall wenden Sie Belrose Winterspritzmittel von der Firma Maag an. Ab November bis in den Frühling vor dem ersten Austrieb, können Sie das Mittel verarbreichen. Es wirkt gegen diverse Pilzkrankheiten (Rost, Sternrusstau, Falscher Mehltau und Rindenbrandkrankheiten). Wichtig ist, dass Sie das abgefallene Laub am Boden auch mitbehandeln, ansonsten übertragen sich die Pilzkrankheiten nächstes Jahr wieder. Eine Behandlung sollte genügen. Wers wissen will, spritzt im November nach dem ersten Frost und nächsten Frühling vor dem Austrieb gleich nochmals.

Ende dieses Monats, oder vor dem ersten Frost, häufeln Sie die Rosen an. Das heisst, Sie decken den Boden rund um die Rosen mit zusätzlicher Erde oder strohigem Kuhmist, Laub oder Kompost ab. Haben Sie die Rosen gedüngt mit dem Herbstünger, decken Sie nur mit Erde und Laub ab. Kompost und Kuhmist haben eine ähnliche Wirkung wie Dünger und somit können Sie die Pflanzen überdüngen. Dies führt zu schwachen und kränkelnden Rosen. Zusätzlich können Sie noch Tannenzweige darauf legen. Der positive Effekt ist, das Laub bleibt, wo es sein soll. Bei Kletterrosen können Sie auch nur Tannenzweige rundherum legen.

Stammrosen sind hier etwas anspruchsvoller. Packen Sie die Krone mit Vliess ein. Wenn es wirklich kalt wird oder Sie in höheren Lagen sesshaft sind, füllen Sie die Vliesshülle zusätzlich mit Laub auf. Der Boden um die Rosen wird auch angehäufelt und mit Tannenzweigen abgedeckt. Sie können die Krone auch einpacken und den Stamm niederlegen.

Rosen in Töpfen überwintern Sie in frostfreien Räumen (Keller, Garage, Gartenhäuschen usw.). Vergessen Sie nicht, die Pflanzen zu giessen. Eine weitere Variante ist, die Töpfe einzugraben. Der pragmatische Gartenfreund packt den Topf einfach gut mit Noppenfolie und Jute ein und deckt die Erde im Topf mit Laub oder Tannenzweigen ab.

Bezüglich der Tannenzweigen, bleibt es lange mild, verwerten Sie doch gleich Ihren Christbaum.


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