| Frühjahrsblüher - etwas Pflanz- und Pflegekunde |
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| Praktisches - Blumen / Rosen |
| Geschrieben von: Simone Caneppele |
| Mittwoch, den 02. September 2009 um 07:44 Uhr |
Nun ist es soweit! Von September bis November pflanzen Sie die wunderschönen Frühjahrsblüher. Die tristen Wintertage im Januar und Februar können einem manchmal aufs Gemüt schlagen. Aber es kommt doch gleich wieder Laune auf, sobald die ersten Schneeglöckchen und Krokusse zu spriessen beginnen. Die Auswahl an Zwiebelblumen für das kommende Frühjahr bis hinein in den Sommer ist riesig. Es fällt einem ausgesprochen schwer, sich zu entscheiden und all die neuen Züchtungen sind ausgesprochen verführerisch. Aber wenden wir uns zuerst mal dem Praktischen zu.
Als Faustregel gilt, die Zwiebeln werden doppelt so tief gepflanzt, wie sie hoch sind. Die Pflanztiefe ist meistens auch auf der Packung angegeben. Pflanzen Sie lieber zu flach, als zu tief. Wenn Sie die Zwiebeln zu tief setzen, bleibt der Austrieb im Boden stecken. Im Pflanzjahr benötigen die Zwiebeln keinen Dünger. Sie haben genügend Reserven gespeichert. Allerdings können Sie trotzdem etwas Hornspäne ins Pflanzloch geben. In den Folgejahren arbeiten Sie im Herbst Kompost in die Erde ein. Denken Sie auch daran, die verblühten Samenstände abzunehmen. Wenn Sie die Samenstände ausreifen lassen, kostet dies der Pflanze viel Kraft und im folgenden Jahr wird sie kleiner austreiben. Das Laub schneiden Sie erst ab, wenn es vollkommen verblüht ist. Daraus speichern die Pflanzen Energie für die nächste Blüte. Ist Ihr Gartenboden ausgesprochen lehmig, füllen Sie eine Schicht von 2-3 cm Kies oder Sand ins Pflanzloch (Drainageschicht). Sonst können Sie faulen. Die meisten Blumenzwiebeln sind sehr begehrt bei Wühlmäusen. Haben Sie Wühlmäuse im Garten, basteln Sie aus Kaninchendraht kleine Pflanztaschen, welche die Zwiebeln umschliessen. Im Handel sind auch Pflanzschalen erhältlich. Ein hübscher Anblick sind auch Frühlingsblüher im Rasen. Heben Sie dafür die Grasnarbe in der entsprechenden tiefe aus, lockern Sie den Untergrund, stecken Sie die Zwiebel rein und legen Sie die Narbe wieder darauf. Damit es nicht aussieht wie an einer Militärparade, werfen Sie eine Handvoll Zwiebeln auf den Boden und dort wo sie zu liegen kommen, werden Sie gepflanzt. Wenn Sie allerdings am englischen Rasen feilen, ist es nicht empfehlenswert, Blumenzwiebeln zu setzen. Sie müssen mit dem ersten Rasenschnitt warten, bis die Pflanzen verdorrt sind und dies kann gut und gerne bis im Juni dauern. Allenfalls suchen Sie sich einfach eine kleine Ecke im Rasen aus für Ihr Blumenparadies. Auch in Töpfen machen sich Tulpen, Schneeglöckchen und Co. prächtig. Nehmen Sie einen genügend grossen Topf (40 bis 50 cm Durchmesser oder mehr). Unten wird mit Blähton und Vliess eine Drainageschicht eingefüllt. Die Blumenerde mischen Sie mit etwas Sand. Nun pflanzen Sie Ihre Blumenzwiebeln. Sie können auch die Sandwichmethode anwenden. Die grössten Zwiebeln zu unterst, diese mit Erde abedecken und oben setzen Sie die Kleineren. Den Topf lassen sie über den Winter einfach draussen stehen. Die Zwiebeln benötigen die Kälte, um überhaupt zu blühen. Wird es sehr kalt, packen Sie den Topf in etwas Noppenfolie oder Vliess. An den milderen Tagen giessen nicht vergessen. In unserem nächsten Artikel weden wir uns ausgiebig den diversen Blumenzwiebeln zu. |



