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Praktisches -
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Geschrieben von: Daniel Zamatorcan
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Dienstag, den 06. April 2010 um 19:00 Uhr |
Sie selbst gehen gerne in die Ferien und geniessen ein schönes Hotel? Weshalb also nicht auch einmal an alle fleissigen Helferlein aus dem Insektenreich denken und ihnen im eigenen Garten ein "Urlaubsressort" erstellen? Erfahren Sie hier was es dazu braucht.
Ein Insektenhotel ist in erster Linie kein Ferienparadies sondern ein annehmbarer Lebensraum für verschiedenste Insekten. Wildbienen finden sie in ihrem Garten wenn diese bei ihnen im Sommer genügend Nektar- und Pollenquellen finden. Zudem ist ein Angebot an Unterschlupf- und Brutgelegenheiten wichtig und ein Insektenhotel kann hier gute Dienste leisten. Zum einen ist ein solches Hotel im Garten sehr dekorativ und zum anderen kann es relativ einfach selbst gebaut werden.
thegardener.ch hat sich für ein Insektenhotel mit Flachdach entschieden. Die entsprechende Bauanleitung können sie hier als PDF oder JPG herunterladen. Sie benötigen dazu folgende Materialien:
Holz: unbehandelte Bretter aus Kiefern-, Fichten- oder Tannenholz - Dachplatte: 1 Brett 100cm x 34cm x 1.8cm stark - Bodenplatte: 1 Brett 86.4cm x 30cm x 1.8cm stark - Seitenwände: 2 Bretter, jeweils 60cm x 30cm x 1.8cm stark, eine Länge auf 56cm abgeschrägt - Rückwand: 3 Bretter, jeweils 60cm x 30cm x 1.8cm stark - Gefache: 2 Bretter, jeweils 86.4cm x 30cm x 1.8cm stark - Dachabdeckung: Dachpappe etwa 110cm x 44cm, Alternativ Schilfmatte oder halbiert Rundhölzer - Nägel oder Schrauben zum Zusammenbau - Nägel zum Befestigen der Dachpappe
Bezugsquellen für das Material: in allen grösseren Baufachmärkten. Hier kann zumeist auch der Holzzuschnitt kostenlos gemacht werden. thegardener.ch hat das ganze Material (inkl. Zuschnitt) beispielsweise bei Coop Bau + Hobby bezogen.
Und so wird das Insektenhotel zusammengebaut: Alle Schnittkanten der einzelnen Bauteile mit Sandpapier glätten. Danach die Seitenbretter und an das Bodenbrett nageln oder schrauben (dies geht am besten mit Hilfe!). Um das wackelige Gestell zu stabilisieren, nageln oder schrauben sie nun das obere Querbeet (Gefache) an und danach die Rückwand (alle drei Bretter). Nun ist das Gestell schon recht stabil und sollte nicht mehr zusammenklappen. Nageln oder schrauben Sie nun noch das zweite Querbeet an und danach das Dachbrett. Decken Sie nun das Dachbrett mit der Dachpappe (oder dem von ihnen gewählten Material) ab und schon ist das Insektenhotel für die verschiedenen Füllungen bereit. Wenn sie möchten, können sie die Aussenwände des Hotels mit Holzschutzlasur bestreichen damit es länger hält. Im Inneren sollten sie darauf aber verzichten!
Zu Standort und Wartung: Das Insektenhotel können sie nach ihren Wünschen an einer geschützten Stelle im Garten platzieren. Die Öffnungen der Nisthilfen (Füllungen) sollte möglichst in südöstliche bis südwestliche Richtung zeigen. Zudem ist es ideal (wenn nicht gar zwingend), dass das Hotel an einem sonnigen, trockenen, warmen und möglichst windgeschütztem Platz steht. Spätestens Ende Februar, Anfang März sollte das Hotel bezugsbereit sein.
Ausfüllen der Fächer – ein paar Ideen: Wie sie die Fächer auffüllen wollen bleibt grundsätzlich ihrer Fantasie überlassen. Wichtig ist, dass vielfältige Angebote vorhanden sind.
Hartholzblöcke und Baumscheiben: Können beim Befüllen der Fächer einfach aufeinandergestapelt werden. Bohren sie möglichst viele verschiedene Löcher mit dem Holzbohrer in die Hölzer. Durchmesser von zwei bis zehn Millimeter sind ideal. Zwischen den Löchern sollte ein Abstand von ca. 2cm bestehen. Geeignete Holzarten sind zum Beispiel Eiche, Buche, Esche, Birke, Apfelbaum oder Ahorn.
Eingerollte Schilfmatten: Sind ideale Nisthilfen. Diese bekommt man relativ günstigen in jedem Baufachmarkt.
Loch- und Gitterziegel: Sehen schön aus und gibt es in den verschiedensten Farben. Die Löcher in den Gitterziegeln sind zu gross für die meisten Wildbienenarten und müssen mit hohlen und markhaltigen Pflanzenstängeln (z.B. Holunder, Forsythie, Brombeere, Himbeere oder Heckenrose) gefüllt werden.
Totholzstücke: Diese findet man in jedem Wald. Totholz mit alten Käferfrassgängen, Spalten und Rissen ergeben Quartiere für Holzbienen, Pelzbienen oder Blattschneiderbienen.
Holzscheite: Dekorativ und gut aufstapelbar. Die Spalten zwischen den Scheiten ergeben Verstecke für vielerlei Insekten und bieten zudem Baumaterial zum Abnagen für Faltenwespen.
Und nun wünschen wir ihnen viel Erfolgt mit ihrem "Hôtel à Insectes". Lassen sie uns wissen ob's geklappt hat und natürlich freuen wir uns auch auf Fotos ihres Quartiers.
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