| Natur im Garten: Das Marienkäferhaus |
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| Praktisches - alles Andere | |||
| Geschrieben von: Daniel Zamatorcan | |||
| Sonntag, den 14. März 2010 um 09:00 Uhr | |||
Es braucht nicht viel um kleine oder grössere Ecken im Garten naturnah zu gestalten. So kann auch im Kleinen etwas für die Biodiversität getan werden. Grund genug für thegardener.ch in einer losen Serie Vorschläge für mehr „Natur im Garten“ zu präsentieren. Wir beginnen unsere Serie mit dem denkbar einfachen und auch dekorativen Marienkäferhaus.Kaum ein anderer Käfer ist bei uns Menschen so beliebt wie der Marienkäfer (Coccinellidae). Die hübschen Insekten gelten nicht nur als Glücksbringer sondern sind im Garten auch sehr nützlich. Die meisten Marienkäfer sind intensiv rot oder orange mit schwarzen Punkten oder Flecken gefärbt. Diese „Warnfärbung“ soll hungrige Feinde wie Vögel abhalten. Genügt dies nicht, können die Käfer auch eine unangenehm schmeckende Körperflüssigkeit absondern. Zudem haben Sie eine Taktik entwickelt bei der sie sich fallen lassen und sich eine Zeit lang tot stellen. Marienkäfer werden etwa ein Jahr alt und überwintern als fertige Insekten. Sowohl erwachsene Tiere als auch die Larven ernähren sich mit Vorliebe von Blattläusen was sie bei uns im Garten zu Nützlingen macht. Sobald es wärmer wird legen die Marienkäferweibchen ihre Eier in der Nähe von Blattlauskolonien ab, damit die schlüpfenden Larven sofort ausreichend Nahrung finden. Erwachsene Käfer können übrigens während ihres Lebens mehrere tausend Blattläuse vertilgen. Ein Quartier für Marienkäfer kann man rasch und mit wenigen Materialien und Werkzeugen leicht selbst bauen (Anleitung als PDF, Anleitung als JPG). Folgendes Baumaterial wird benötigt:Holz: unbehandelte Weichholzbretter aus Tannen- oder Kiefernholz - Rückwand: 1 Brett 14cm x 8cm x 1cm stark - Vorderwand: 1 Brett 12cm x 8cm x 1cm stark - Seitenwände: 2 Bretter, jeweils 14cm x 10cm x 1cm stark, eine Länge auf 12cm abgeschrägt - Dachplatte: 1 Brett 14cm x 14cm x 1cm stark - Bodenplatte: 1 Brett 8cm x 8cm x 1cm stark - Latte zum Aufstellen des Hauses: 80cm x 2cm x 1,5cm stark - Dachpappe, Schilfrohre, Plexiglas oder Ähnliches: etwa 16cm x 16cm - Nägel oder Schrauben zum Zusammenbau der Holzteile - Nägel zum Befestigen der Dachpappe, der Schilfrohre oder des Plexiglases - Füllmaterila: Holzwolle Kosten (aus eigener Beschaffung, kann natürlich variieren): - Holz für die Hausteile, z.B. unbehandeltes Fichtenholz, Fr. 11.50 im Jumbo - Holz für die Latte, z.B. unbehandeltes Kiefernholz, Fr. 1,40 im Jumbo - Zuschnitt der Holzteile: in den meisten Baumärkten kostenlos - Nägel: Fr. 3.50 - Plexiglas: Fr. 3.50 im Jumbo - Holzwolle: bekommt man u.a. in Bastelläden ab Fr. 1.90 (z.B. Leibundgut, Zürich) Und so wird das Haus zusammengebaut: Das Marienkäferhaus sieht aus wie ein Vogelnistkasten und die Bretter werden in die entsprechenden Masse gesägt. In das Bodenbrett werden einige Einschlupflöcher mit etwa 8 Millimeter Durchmesser gebohrt. An die Rückwand nagelt man die stabile Latte an und der Innenraum des Quartiers wird mit Holzwolle gefüllt (Achtung: Holzwolle natürlich einfüllen bevor das Dach angenagelt wird!). Wer Lust hat, kann das Häusschen von aussen natürlich gerne auch noch bemalen. Wie wäre es beispielsweise mit rot ergänzt mit ein paar schwarzen Tupfern? Zu Standort und Wartung: Das Marienkäferhaus wird in den Boden zwischen die Pflanzen gesteckt, die besonders häufig von Blattläusen befallen sind. Das Häusschen sollte dabei in Südostrichtung stehen und sich an einem sonnigen oder halbschattigen Platz befinden. Das Haus bleibt das ganze Jahr über draussen und eine Reinigung ist nicht notwendig. Übrigens: auch Ohrwürmer schäzten dieses Quartier. Und nun wünschen wir Ihnen viel Erfolg mit ihrem Marienkäferhaus. Lassen Sie uns wissen ob's geklappt hat und natürlich freuen wir uns auch auf Fotos ihres Häusschens.
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Es braucht nicht viel um kleine oder grössere Ecken im Garten naturnah zu gestalten. So kann auch im Kleinen etwas für die Biodiversität getan werden. Grund genug für thegardener.ch in einer losen Serie Vorschläge für mehr „Natur im Garten“ zu präsentieren. Wir beginnen unsere Serie mit dem denkbar einfachen und auch dekorativen Marienkäferhaus.


