| Clematis – vielseitig und schön |
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| Praktisches - Aktuell |
| Geschrieben von: Simone Caneppele |
| Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 15:03 Uhr |
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Heben Sie eine Pflanzgrube von gut 50 cm aus. Nun füllen Sie 20 cm Geröll, Kies oder Blähton (Drainageschicht) ein. Mischen Sie den besseren Teil der Aushuberde (ohne Steine und nicht allzu lehmig) mit frischer Erde, etwas Kompost und Sand. Nun füllen Sie das Loch soweit mit dem Erdgemisch auf, dass der Wurzelballen bündig mit dem gewachsenen Boden zu stehen kommt. Vergessen Sie nicht die gute handvoll Hornspäne. Darauf kommt nun die Pflanze zu stehen und rundherum wird schön aufgefüllt mit dem Rest der guten Erde. Giessen Sie die Clematis gut an (10 l mindestens) und decken Sie den Boden nun mit Kompost oder Mulch (Häcksel, Grasschnitt usw.) leicht ab.
Vor die Pflanze setzen Sie nun einen Schattenspender. Dieser bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Sei es ein hübscher Bodendecker wie ein Storchschnabel aus der Gattung Rosemoor, eine prachtvolle Funkie (Hosta) oder weshalb nicht ein Sternmoos, achten Sie unbedingt darauf, dass sie die richtige Pflanze für die richtige Lage wählen (sonnig, schattig, usw.). Die Blütenfarben von der Clematis und Ihrer gewählten Vorpflanze sind aufeinander abzustimmen, um einen gärtnerischen faux-pas zu vermeiden. Bei unserer Clematis sind Bodendeckerrosen vorgepflanzt.
Die grossblumigen Clematissorten schneiden Sie in den Wintermonaten (November/Dezember oder im Februar/März) auf 80 bis 100 cm über dem Boden ab. Um die Pflanze nach vier bis fünf Jahren zu verjüngen, schneiden Sie tiefer. Die folgende Frühjahrsblüte ist zwar nicht besonders üppig aber schon ein Jahr später ist der kleine Rückstand mehr als aufgeholt. Verspricht Ihre Waldrebe eine Nachblüte im Herbst (Hybrid-Sorten blühend im Mai und Juni), schneiden Sie die Fruchtstände mit dem ersten darunter liegenden Blattpaar ab. Somit fördern Sie eine reichere Nachblüte.
Kleinblumige Clematissorten werden gar nicht geschnitten. Sonst blühen Sie nicht.
Ja, wer die Wahl hat, hat die Qual. Die Clematis bietet eine Vielfalt an Farben und Formen. Die Blütezeiten sind sehr unterschiedlich. Die ersten beginnen im Mai und die letzten erfreuen Sie bis in den Oktober hinein.
Die Alpenwaldreben (Clematis alpina) bezaubern mit Ihren glöckenförmigen Blüten in rosa, blauviolett oder weiss im Mai. Sie wachsen gerne an Sträuchern hoch, da sie nicht schlingen. Allerdings können Sie die Triebe auch aufbinden. Sie gehören zu den früheren Sorten. Eine wahre Schönheit ist florida Bicolor (Sieboldii). Mit den weissen Blütenblättern und den purpurvioletten Staubfäden erinnert Sie an eine Passionsblume und blüht im Juni und Juli. Sie benötigt aber eine milde Lage. Einfach prächtig ist die montana Grandiflora. Mit ihrem üppigen Wachstum wird sie bis 8 m hoch und die weissen Blüten von Mai bis Juni wirken wie ein märchenhafter Wasserfall. Die Niobe kommt im dunklen Purpur mit gelben Staubfäden daher und blüht vom Juni bis in den Oktober. Die Ville de Lyon blüht reich von Juni bis August in karminrot. Auch die rosa blühende Purpurea Plena Elegans ist ein schöner Anblick. Die gefüllten Blüten geben ihr eine ganz besondere Note. Dies sind nur ein paar Leckerbissen. Es gibt noch viele verschiedene Arten und jede besticht durch Ihre Eigenarten. Alle hier aufzuführen ginge wohl zu weit. Ausserdem sollen Sie ja Ihren Ausflug ins Gartencenter geniessen und vor allem die Wahl Ihrer Waldrebe!
Für was auch Zeit aufgewendet werden sollte, ist die Wahl der Rankhilfe. Im Handel werden diverse Modelle angeboten. Nehmen Sie aber nicht das Günstigste, es wird Ihnen nicht lange Freude bereiten. Vermutlich beginnt der Frust schon mit dem Einstecken in den Boden, weils überall lottert und biegt. Eine kleine aber ausgesprochen feine Auswahl an Rankhilfen und Obelisken finden Sie auch im thegardener.ch Shop.
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